Artikel vom 15. Februar 2010 | geschrieben von Admin

Wie’s war?

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Nun, nachdem jetzt schon die Nachfrage von Ben gekommen ist, erzähle ich natürlich, wie es mir beim Aufi-Owi gegangen ist.
Als Kind habe ich oft an Sportwettkämpfen teilgenommen: Ddas Gefühl vor dem Start habe ich in den Jahren entweder vergessen oder verdrängt. Grausam kam es wieder in mir hoch, als ich all die anderen Teilnehmer (sahen ziemlich sportlich aus) bei der Startnummernausgabe gesehen habe.
Die positive Nachricht war, dass die 500 Höhenmeter die gesamte Strecke waren, die von mir und meinem Partner zusammen bewältigt werden mussten, sodass für mich nur mehr 250 Höhenmeter übrig blieben (war auch noch genug für mich).

Der Start

Der Start

220 Starter versammelten sich im Startbereich. Bei dem Gedränge hatte ich zu tun, den richtigen Platz zu finden – ich war auf Warteposition, da Oliver (mein Partner) als erstes startete. Darum war ich ihm absolut nicht neidig; als der Startschuss fiel, setzte sich das Feld in einem Tempo in Bewegung … ich wusste ja, dass es schnelle Läufer gibt, aber dieses Tempo überstieg meine Vorstellungskraft. Wie mir Oliver später erzählte, war er in diesem Starterfeld in der dritten Reihe und kam leider zu spät drauf, dass das vielleicht nicht die beste Idee war. Er wurde ETWAS von den Läufern hinter ihm angetrieben (was natürlich unserer Gesamtzeit wieder weniger schadete).
So, nun der Wechsel – ein Handschlag und ich war dran. Ursprünglich hatte ich mir ja vorgenommen, in Ruhe – ganz in Ruhe – zu starten. Nur nicht zu schnell, es ist ganz egal, wie schnell du bist… bla, bla, bla nix war’s – losgerannt bin ich wie eine Irre. Dass ich dieses Tempo nicht bis oben durchhalten konnte, wurde mir schneller bewusst, als mir lieb war. Ok, ich bremste mich ein (anders wäre ich mir über die Lunge gelaufen) und musste trotzdem noch ein oder zwei Mal kurz stehen bleiben. Ich hatte mir extra noch was zu trinken eingepackt, aber dafür hatte ich trotz langsameren Tempos in meinem Wettkampfeifer keine Zeit. Als ich meinen Rhythmus endlich gefunden hatte und mich von den Teilnehmern, die mich überholten, nicht mehr antreiben ließ, ging‘s eigentlich ganz gut.
Ursprünglich wollte ich mir beim Hinaufgehen überlegen, wo ich meine Felle hineinpacke, wenn ich oben bin, aber das hab ich irgendwie vergessen und oben angekommen ging‘s nur mehr Ski aus, Felle runter, um den Hals gehängt und Ski wieder an. Ab runter die Piste. Bei meiner grandiosen Skitechnik ist es auch nicht mehr tragisch, ob die Felle um meinen Hals schlenkern oder nicht (den Geschwindigkeitsrekord breche ich sicher nicht). Den Hang kam ich ohne größere Probleme hinunter. Im Ziel haben sie leider noch ein kleines Hindernis eingebaut – die letzten Meter ging’s wieder bergauf. Jetzt hatte ich so schon alle Hände voll zu tun, im Ziel nicht eine elegante Arschbremsung hinzulegen, und da musste ich wieder bergauf schieben…. Ich denke das Foto spricht Bände, da brauch ich nicht mehr viel dazu sagen.

Glücklich aber am Ende!

Glücklich aber am Ende!

Im Ziel erwartete mich dann die größte Überraschung: Mit einer Gesamtzeit von 56:28,3 waren wir nicht die Favoriten, aber für unsere Verhältnisse war das eine sensationelle Zeit. Ich bin noch nie in meinem Leben so schnell auf einen Berg hinaufgerannt und wir haben eine Zeit von unter einer Stunde erreicht. Wir wurden Drittletzte, aber das war nicht wichtig. Ich glaube nicht, dass ich mich jemals so über eine Zeit gefreut habe und darüber, es einfach geschafft und mitgemacht zu haben (das dicke Grinsen in meinem Gesicht hielt mindestens bis Samstagabend an).
Das Beste: Nicht nur der Letzte bekam eine Brezel (meine Weißwürste waren eh aus) auch die drittletzte Zeit bekam einen Preis: einen Rucksack und ein Fläschchen Schnaps für jeden.

Wer freut sich da nicht?

Wer freut sich da nicht?

Die Überraschung kam ganz am Ende: Unter allen Teilnehmern gab’s eine große Verlosung mit unzähligen Preisen. Und wer gewinnt den Damen-Hauptpreis: ich! Jetzt bin ich auch noch stolze Besitzerin einer Tissot-Damenuhr, die von Uhren Schmuck Hartl in Kaprun gesponsert wurde. An dieser Stelle herzlichen Dank von mir! Was sagt man dazu – mehr Lohn für Überwindung kann es wohl gar nicht mehr geben.
Für mich weiß ich heute schon: Ich bin 2011 beim Aufi-Owi wieder dabei!

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Kommentare


  1. Ben

    Herzlichen Glückwunsch. Das hört sich doch gar nicht schlecht an.

  2. @ Ben
    Danke! Ja es ging mir absolut besser als erwartet und der Tombolapreis dazu war natürlich ein Hammer! :-)
    Ich kanns nur jedem empfehlen das mal aus zu probieren!


  3. Ben

    Ich würd das ja sofort machen. Nur sind vor allem Berge in Hamburg schwer zu finden. Aber wer weiss was bis nächsten Winter passiert.
    Viele Grüße in den Schnee

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